Yin und Yang Konzept
In der Taoistischen Philosophie von Yin und Yang, wie den fünf Elementen liegt eine Form des Denkens zu Grunde die sich vom klassischen analytischen Denken unterscheidet. Es ist darauf gerichtet das miteinander der Dinge zu begreifen, Zusammenhänge und Wechselwirkungen des Lebens zu erkennen und den Sinn zu verstehen. Dies ermöglicht die verschiedenen Ebenen von Mensch und Natur gleichzeitig in Betracht zu ziehen und in Harmonie mit den gewonnenen Erkenntnissen zu handeln. Yin und Yang sind untrennbar mit dem Tao verbunden, sie sind keine absoluten Begriffe. Sie werden immer in Relation zueinander verwendet und beschreiben relative Qualitäten in verschiedenen Erscheinungsformen sowohl physisch als auch mental.Die fernöstliche Anschauung von yin und yang sieht das Wirken zweier Entgegengesetzter, aber gleichzeitig voneinander abhängige Pole und Kräfte. Diese Dualität sind Gegensätze die zusammen die Einheit bilden. Sie hängen voneinander ab, weil sie nur in Verbindung mit ihren gegensätzlichen Pol, Wirklichkeit sind. Das bekannte Symbol von Yin und Yang stellt das Gesetz des ewigen Wandels und Übergänge dar. Es bedeutet, dass das eine, wenn es an seinen Höhepunkt angelangt ist, sich in das andere verwandelt. Der weiße und der schwarze Punkt bedeutet, dass das Wesen des einen in seinen Kern die Essenz des Gegenteils erkennt, sich damit also auch selbst erkennt und definiert.
Das Grundprinzip besagt, dass alles was existiert ein Gegenstück oder eine Kehrseite hat, auf das es sich bezieht, mit dem es in Wechselwirkung steht und sich ebenso ergänzt.
Yin ergibt ohne Yang keinen Sinn und umgekehrt genauso. Wir können nur sagen etwas sei hell, wenn wir auch das dunkle kennen. " Warm gibt nur einen Sinn, wann es mit dem kalten verglichen werden kann. Es stellt kein bewertendes System dar. Yin oder Yang macht keine Aussage darüber ob etwas richtig oder falsch ist, wichtig oder unwichtig.
Das Gesetz des Wandels
Yin und Yang ist der Ausdruck der beständigen Veränderung von allen was existiert.Niemals gibt es Stillstand. Eine Jahreszeit bringt die nächste hervor. Das kleine Yang, der Frühling bringt das große Yang, den Sommer hervor. Darauf folgt der Herbst, das kleine Yin und auf dieses der Winter das große Yin. Und Wenn Yin und Yang am stärksten sind tragen sie schon den Kern ihres Gegenstücks in sich. " Wenn die Nacht am tiefsten, ist der Tag am nächsten " Genauso wie Geburt - Kindheit - Jugend - Erwachsen sein - Alter - Tod .... Auf die Nacht folgt ein Morgen, nach dem Mittag wiederum ein Abend usw... Der Mensch wird geboren im Yin, entwickelt Kraft und Bewegung (Yang) und kehrt zurück zum Yin (Ruhe und Weisheit). Noch anders gesagt: Wir stehen vor einer Aufgabe und müssen unsere Situation erkennen (Yin), eine Entscheidung treffen, ein Ziel formulieren, einen Weg einschlagen (Yang) und ankommen bzw. die Früchte unserer Taten ernten (Yin).
Wozu dient uns dieses Modell? Zuerst einmal dazu zu erkennen, dass nichts statisch ist, dass es nichts festzuhalten gibt. Als nächstes, dass es eine Gesetzmäßigkeit der Veränderung auch für unser Leben gibt. Und schließlich, dass es kraftsparender und befriedigender sein kann, mit diesen Veränderungen zu gehen als sich gegen sie zu sträuben. das hat Auswirkungen für unser Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Tatsächlich wird niemand von einem Tag auf den anderen krank, wenn er zuvor bei "vollkommener Gesundheit" war.
Die Manifestationen von Yin und Yang
| Yang | Yin |
| hell | dunkel |
| aufsteigend | absteigend |
| bewegend | still |
| expansiv | zusammenziehend |
| innovativ | traditionell |
| kreativ | rezeptiv |
| ausgebend | erhaltend |
| weiß | schwarz |
| Nordpol | Südpol |
| Berg | Tal |
| gerader Weg | gewundener Weg |
| lineare Zeit | zyklische Zeit |
| physische Welt | astrale Welt |
