Ernährung im Wasser Element

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Das Element Wasser ist das Ende von und die Vorbereitung für einen neuen Zyklus. Dies fordert eine Konzentration nach innen und nach unten.

Wasser repräsentiert die Wiedergeburt, wie auch die Bewegung der Verinnerlichung. Im Körper werden neben den Körperflüssigkeiten (Lymphe, Zell- Flüssigkeiten usw…) auch die härtesten Strukturen (Knochen, Zähne) mit dem Wasserelement in Verbindung gebracht.

Es ist gekennzeichnet mit einer enormen Anpassungsfähigkeit, wie geschmeidig alle Hindernisse umfließen, aber auch knallharten Widerstand leisten. Deshalb wird dem Wasser auch eine große Weisheit zugesprochen. Die Farbe Schwarz trägt das Geheimnisvolle in sich. Es wird mit dem Sterben verbunden aber auch ein Zeichen der Askese, wie die Kutten der Mönche, die es mit Bescheidenheit verbinden; was wieder die Weisheit in sich trägt.

Alle dunklen Nahrungsmitteln werden dem Wasser Element zugeordnet: es sind die bescheidenen Nahrungsmittel, welche die Nieren stärken. Starke Nierenkraft bedeutet auch, den Mut zu haben, das geheimnisvolle Schwarz (=Furcht) zu überwinden.

Markt in Asien Damit das Leben (Yang, Wärme) wiedergeboren werden kann, bewahrt es die Natur in der Dunkelheit (Yin, Kälte) der Erde. Mit der längsten Nacht am 21. Dezember erreicht die Natur den Höhepunkt dieser Entwicklung. Die symbolische Wiedergeburt des Lichtes wird jedes Jahr zu Weihnachten gefeiert. Das Element Wasser, welches den ewigen Fluss von Werden und Vergehen anspricht, kommt im Winter zu einem fast unvermeidlichen Stillstand. Die drei Monate des Winters sind die Zeit des Bewahrens. Diese Eigenschaft wird den Qualitäten der Niere zugeordnet. Die Nieren bewahren das Yin, die Essenz für Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung.

Wasser hat die Eigenschaft Leben zu spenden. Deshalb ist es klug sein Yang im Winter mit Kraftsuppen zu bewahren und sein Yin vor Kälte zu schützen. Man sollte nicht zu wenig essen und auf keinen Fall Fastenkuren durchführen. Samen, Kerne, Wurzelgemüse und Hülsenfrüchte verkörpern das Winterprinzip der Ernährung. Mit ihrer Form und Gestalt (fest umschlossen), farblich meist dunkelbraun bis schwarz, entsprechen sie genau dieser Zeit.

Die höchste Yin Qualität im Körper und die dichteste Stärke des Wasser Elementes zeigt sich in Knochen und Zähnen. Knochen sind kondensierte Mineralstoffe. Fehlt die Nierenkraft, so werden Knochen, Zähne und Haare geschwächt.

Das Wasserelement ist, sowohl in der äußeren wie in der inneren Natur, die Wurzel des Yin (Leben bewahren) und des Yang (Leben hervorbringen). Chronischer Missbrauch der Lebensressourcen, kann die Funktionen der Nieren tiefgreifend stören.

Durch kalte Ernährung wird das Nieren-Yang geschwächt und dadurch fehlt das innere Feuer, um sich vor Kälteangriffen zu schützen.

Salz ist der Geschmack des Meerwassers. Mäßig Salziges fördert die Nierenfunktion um unreines Wasser auszuscheiden. Salz wirkt erweichend bei Verhärtungen, auflösend (verflüssigt den Schleim) und absenkend, zusammenziehend (kühlend und abführend). Natürliche Quellen sind Kochsalz und Meersalz, sowie mild salzig Algen, Fische, Mineralsalze in Gemüse und Kräutern. Zuviel Salz erschöpft die Nieren. Der Körper trocknet aus, verhärtet und wird steif. Ebenso die geistige Einstellung.

Über den Fütterungszyklus wirkt sich die Austrocknung des Nieren-Yin auf Leber und Gallenblase aus. Innere Anspannung und emotionale Gereiztheit sind die Folgen. Süß entspannt, deshalb bestimmt oft ein Wechselspiel zwischen süß (Schokolade) und salzig (Kartoffelchips) die Eßgewohnheiten. Salz ist thermisch kalt. Durch die austrocknete Wirkung erzeugt es aber einen Yin-Mangel und es kann zu Hitzesymptomatik in Nieren, Leber, Gallenblase und über den Kontrollzyklus im Herzen kommen.

Jahreszeit

Mitte November bis Mitte Februar. 21. Dezember ist der Höhepunkt der Entwicklung. Kurz darauf wird das Yang (Licht) wiedergeboren und wirkt schon im Verborgenen.

Nahrungsmittel

Prinzipiell gehören alle Fische, Meeresfrüchte und schwarze Nahrungsmitteln zum Wasserelement. Sowie das Quellwasser. Algen, Krebs, Miesmuscheln, Kaviar und Krabben gelten als kalt. Shrimps aber thermisch warm. Hülsenfrüchte sind erfrischend und neutral. So wie Sojabohnen und Sojasoße. Meeresfische sind eher erwärmend und Süßwasserfische eher neutral. Nüsse sind reich an Mineralien, die Walnuss gilt als Nierentonikum und stärkt das Yang der Nieren. Genauso wie die Wacholderbeere. Tintenfisch, Thunfisch, Lachs usw...

Energiebewegung

Die Konzentration geht nach innen und nach unten. Repräsentiert die Stille, wie auch die Bewegung der Verinnerlichung. Das große Yin (Yin im Yin). Wasser ist das Symbol für ewigen Fluss und Wiedergeburt. Yang wirkt im Verborgenen und Yin beherrscht die Zeit.

Tageszeiten

Blase: 15:00 - 17:00 Geistiger Stoff wird besonders gut verankert. (Langzeitgedächnis). Gute Zeit zum Lernen. Wasser ist ein Informationsträger und vermag Energie zu verdichten. Zum Lernen viel trinken von reinem Wasser. Niere: 17:00 - 19:00 Yin Partner der Blase. Ihre Aufgabe ist das Yang allmählich abzusenken - Feierabend - den Tag feierlich zu beenden und das Abendessen in ruhiger Atmosphäre zu sich nehmen.

Ernährungsthematik

Das Element Wasser ist das Ende und die Vorbereitung auf einen neuen Zyklus. Es ist der Wechsel von der sammelnden Herbsternährung zu einer Substanzbewahrenden Winterernährung und man sollte nicht zu wenig essen. Es beschützt das Yang und bewahrt das Yin. Alles sammelt sich in den Wurzeln. Kochmethoden, wie dünsten, sieden, dämpfen und im Wasserbad verwenden. Kochweise ist ‚yangisierend', durchwärmend und lange Kochzeiten sind ideal für die Jahreszeit. Die Nahrungsmitteln sollten thermisch warm bis heiß sein, energetisch bewahrend sowie nähren und stärkend.

Rezeptvorschläge

Kraftsuppe mit Huhn

3-4 Liter Wasser, 1 Huhn, frischer Thymian, Rosmarin, Liebstöckelwurzel, 3 Karotten, 1 Sellerieknolle, 2 Stangen Lauch, Lorbeerblätter, nussgroßes Ingwerstück, Pfefferkörner, etwas Salz, Muskatnuss und Curry, 1Knolle Zwiebel, evtl. schwarze Sojabohnen und Algen

Alle Zutaten in einen großen Topf und mindestens 6 Stunden leicht sieden lassen.

Wirkung: Erwärmt, tonisiert das Nieren Qi, gut bei Erschöpfung, nach langer Krankheit und nach der Geburt zum Aufbau,

Rindfleisch-Curry mit Erdnüssen

150 g Erdnüsse, 6 Essl. Rapsöl, 500g Rinderfleisch in 2,5cm Würfeln geschnitten, 600ml Kokosmilch, 4 Knoblauchzehen gehackt, 2 rote Chilischoten entkernt und fein geschnitten, 200ml Rinderbouillon, 1Tl. Zitronensaft, etwas Kurkuma, 2-3 Essl. Zucker, 2 Essl. Currypulver.

Die Erdnüsse in wenig Öl goldbraun rösten, warm stellen, das Fleisch anbraten, die Kokosmilch beigeben und 30 min. köcheln. In der Zwischenzeit ein wenig Öl erwärmen, Knoblauch und Chili darin andämpfen und in den Mixbecher geben, in derselben Pfanne alle übrigen Zutaten aufkochen und in den Mixer geben. Die Hälfte der Erdnüsse dazugeben und alles pürieren. Die Sauce zum Fleisch geben und kurz köcheln lassen. Mit gerösteten Erdnüssen bestreuen.

Wirkung: Erwärmend, vertreibt Kälte und schützt das Yang.

Lammeintopf

2 Essl. Maiskeimöl, 4 gehackte Zwiebeln, Pfeffer aus der Mühle, 1 Tl. Kümmel, 1 Tl. Salz, 1Tl. Zitrone, 800 g Lammragout, 200ml Rotwein, 2 Prisen Zucker, 300g Kastanien, 500g gehobelten Rotkohl, 200ml Bouillon.

Öl erwärmen, Zwiebeln anbraten, Gewürze beigeben, Fleisch hinein und anbraten. Dann mit Rotwein ablöschen, den Zucker, Kastanien und Kohl darunter mischen. Das ganze dann mit Bouillon aufgießen, die Hitze reduzieren und 1,5 -2 Stunden schmoren lassen, dabei öfters wenden.

Wirkung: Schützt das Yin vor Kälte und bewahrt das Yang, herzfreundlich und blutnährend,

Pudding mit Nüssen

100g Trockenfrüchte (gemischt und fein geschnitten), 40g grob gehackte ungesalzene Pistazien, 2 Essl. Orangenlikör, 6 Eigelb, 6 Steifgeschlagene Eiweiße, 100g weiche Butter, 1Eßl. Honig, 1/2 Tl. Zimt, 2 Essl. Vanillezucker, 1 Messerspitze Nelkenpulver, 1 Messerspitze Muskatnuss, 1 Prise Salz, 1Essl. vorgekochte Kichererbsen, 1 Essl. vorgekochte Weizenkörner, Schale von einer Orange, 30g Maisstärke.

Trockenfrüchte, Pistazien und Orangenlikör mischen und 30 Minuten ziehen lassen. Die Eigelbe mit Butter und den Würzzutaten schaumig schlagen, Kichererbsen, Weizenkörner, Orangenschalen und die marinierte Trockenfrüchtemischung dazugeben. Dann Maisstärke und Eisschnee darunter heben, eine Tortenform ausbuttern, mit (selbst gemachtem) Paniermehl ausstreuen und die Masse einfüllen. Die Oberfläche abdecken und ca. 70 Minuten im Wasserbad garen. Danach 10 Minuten auskühlen und mit einer selbst gemachten Vanillesoße servieren.

Wirkung: Befeuchtend, scharf-bitter und in kleinen Mengen gegessen nährt und stärkt es das Qi der Mitte.

Feigen in Chianti

2 Essl. Vollrohrzucker, 1 Vanillestange, 1 Zimtstange in Stücke gebrochen, 3 Gewürznelken, kleines Stück geschnittenen Ingwer, Prise Salz, 1 Essl. Orangensaft, geriebene Orangenschale, 1/2 Liter kräftiger Rotwein, 8 reife Feigen.

Außer Feigen alles mischen und aufkochen, Feigen halbieren und in dem Sud 2 Minuten leise köcheln, herausnehmen und den Sud auf die Hälfte einkochen, Feigen anrichten, mit Sauce übergießen und Schokoladenpulver darüberstreuen.

Wirkung: Feigen enthalten viel Vitamin B1 (nervenstärkend), Kalzium und Phosphor (knochenstärkend), sowie Qi aufbauend und wärmend.

Guten Appetit!


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