Ernährung im Holz Element
Direkt zu den RezeptenDem Holz Element wird der Beginn und das In-Gang kommen einer Bewegung zugeschrieben. Es steht für Geburt/Kindheit und vermittelt die Idee des Neubeginns und des Hervorbringens. Holz symbolisiert das sprießende junge Grün des Frühlings, im geistig-seelischen Bereich Toleranz, Kreativität, Flexibilität und die Fähigkeit, Visionen im Leben zu haben.
Im Körper werden die Bewegungen der Muskeln und Sehnen als Ausdruck der Bewegungskraft mit dem Holzelement in Verbindung gebracht. In keiner Jahreszeit erleben wir diese Dynamik so intensiv und schnell ablaufend wie im Frühling. Der Bambus ist wohl das treffendste Symbol für die Wandlungsphase Holz: Immergrün, schnell sprießend, ungemein stark und trotzdem nach allen Seiten beweglich. Der dazugehörige klimatische Faktor ist der Wind. Er bewegt die Bäume und ermöglicht die Bestäubung.
Dem Holz zugeordneten Organe, Leber und Gallenblase, schenken und die Fähigkeit zum Planen, Organisieren sowie ein klares Entscheidungsvermögen.
In der Wandlungsphase Holz ist die Entfaltungsfreiheit sehr wichtig. Wachstum, Kreativität und das Entwickeln von Visionen brauchen Raum. Wird dieser nicht gewährt, entstehen Ärger, Wut und Ungeduld, oder das Qi der Person zieht sich in das Innere zurück und stagniert dort. Dies macht starr und inflexibel, man kann nicht loslassen, hat Probleme mir Veränderungen oder mit Wind, z.B. Zugluft und fühlt sich meistens angestrengt und verspannt.
Jeder Jahreszeit und jedem Element und damit auch den Organen und deren Funktion wird eine Farbe zugeordnet, die auch einen Bezug zur Geschmacksrichtung aufweist.
Grüne Nahrungsmittel enthalten viele organische Säuren. Dieser saure Geschmack regt die "Frühlingsorgane" Leber und Gallenblase kurzfristig an. Zuviel oder über zu lange Zeit genossen, hemmt der saure Geschmack die Funktionen dieser Organe. Die Folge: Wenn die Frühlingsorgane im Frühling nicht erwachen (Frühlingsmüdigkeit), kann der Grund daran liegen, daß die Leberaktivität, die von ihrem Winterschlaf (Wasser) aufsteigen möchte, gehemmt wird. Schuld daran ist oft eine Ernährung mit zu kalten, rohen und zu säurehaltigen Lebensmitteln (Südfrüchte) im Winter.
Winde können die Leber angreifen (Migräne, Unruhe, Aggressionen). Die Gesichtsfarbe bekommt bei einem Leberungleichgewicht manchmal eine grünliche Farbe. Der saure Geschmack kann in kleinen Mengen die Leber harmonisieren. Zuviel kann dazu führen das die Leber eingeschnürt wird. Dann wird nicht nur die Leber "sauer, sondern der ganze Mensch wird "sauer".
Frühlingszeit: Mitte Februar bis Mitte Mai
Energie-Bewegung: das kleine Yang - der Yang Aspekt bewegt sich nach oben - es wird wärmer, lichtvoller und bewegter. Der Yin Aspekt wird kleiner.
Ernährungsthematik: Wechsel von der heißen, wärmenden Winterernährung zur leichten und das Qi bewegenden Frühlingsernährung. Thermisch erfrischend, energetisch nach oben bewegend, leichte Konsistenz, ausleitend und entgiften.
Nahrungsmittel: Saisongemüse und erste Frühlingskräuter, Sprossen und Keimlinge, leichte Fleischgerichte (Hähnchen, Huhn, Ente), Dinkel, Grünkern, Hefe, Weizen, Sauerbrotteige, grüne Blattsalate, Sauerkraut, Tomate, sauer eingelegtes Gemüse, Quark, saure Sahne, Sauermilch, Kiwi, Sauerkirsche, Zitrone, Rhabarber, Preiselbeere, Johannisbeere, Brombeere, Orange, Stachelbeere,
Rezeptvorschläge
Kräutersalat
Feldsalat, roter Chicoree, Löwenzahnblätter, geröstete Sonnenblumenkerne, in Streifen geschnittene Avocado, fein geschnittene Radieschen, Rettichsprossen, vorgekochte Linsen, Bambussprossen.wärmende Salatsoße
Distel oder Nußöl, wenig Zimtpulver, gemahlenen Pfeffer, geriebener Ingwer, etwas Kümmelpulver, scharfer Senf, Meersalz, Rotwein- oder Basalmico-Essig, etwas Rosmarin, Thymian, Origano.Kräuterrahmsuppe mit Sojasprossen
Sojaöl, fein geschnittene Frühlingszwiebeln mit Grün, weißer Pfeffer, 1l Hühnerboullion, etwas Kerbel, Liebstöckelblätter, Schnittlauch, Prise Rosenpaprika, Prise Zucker oder Akazienhonig, etwas Sojasoße, Sauerrahm.Zubereitung
Sojaöl erwärmen, Frühlingszwiebeln darin andämpfen, mit Pfeffer würzen, mit der Hühner Bouillon ablöschen, gekeimte Sprossen dazugeben, Kerbel, Paprika, Liebstöckel und Zucker hinzufügen. 10-15 Minuten köcheln lassen, mit Mixer Pürieren und Schnittlauch, Sojasoße und Sauerrahm darunter ziehen.Kohlrabi mit frühlingsscharfe Soße
500 g Kohlrabi, 300 ml Gemüseboullion, für die Sauce: 2 Esslöffel Butter, 4 Esslöffel Dinkelvollmehl, weißer Pfeffer, Gemüsekochsud, 1 Becher Sauerrahm, etwas Rosenpaprika, 1 Esslöffel angerösteten Sesam, Petersilie, Salz.Zubereitung
Kohlrabi schälen, dünsten und in Scheiben schneiden. Den Sud aufbewahren. Für die Sauce die Butter schmelzen, Mehl anschwitzen, Pfeffer dazu und mit dem Kochsud ablöschen, zu einer dicklichen Sauce einkochen und alle übrigen Zutaten darunter mischen. Die warmen Kohlrabi mit der Sauce mischen und anrichten.Hühnerbrust mit Lauchsalat
4 Hühnerbrüstchen, 400 g Lauch (geputzt und geschnitten), würzige Gemüsebrühe, für die Marinade: frischen Thymian, Olivenöl, 2 Eßlöffel trockener Sherry, weißer Pfeffer, etwas Salz.Zubereitung
Hühnerfleisch in der Marinade einlegen. Lauch in der Gemüsebrühe bissfest garen, Gemüsesud, Zitronensaft, Sherryessig, Walnußöl, Thymian, Olivenöl, weißer Pfeffer, Senf, etwas Salz mischen, den Lauch damit begießen und ziehen lassen, Hühnerbrust braten in dünne Scheiben schneiden und auf den warmen Lauchsalat anrichten.Warmes Müsli fürs Frühstück
Öl heiß machen, Rosinen u. Sonnenblumenkernen anrösten, Haferflocken dazugeben, Zimt, etwas Salz, gedünstete Apfelstücke, Kakao, etwas Honig, etwas Ingwer, etwas Wasser und kurz dünsten lassen.Guten Appetit!
